Ungarische Traubige
Sauerkirsche, Prunus cerasus
Eine der wichtigsten Sorten für die mechanische Ernte und vielseitig einsetzbar (Konserve, Frostung, industrielle Weiterverarbeitung). Durch ihren aromatischen, wenig säurebetonten Geschmack ist sie ebenfalls gut für den Frischverzehr geeignet. Die Frucht zeichnet sich durch eine für Sauerkirschen hohe Fruchtfestigkeit und der Eigenschaft sich trocken vom Stiel zu lösen aus. In Ungarn ist sie eine der Hauptsorten. Die Sorte bevorzugt warme und geschützte Standorte. Neuere Untersuchungen haben ergeben, dass sich mit zunehmender Wuchsstärke der spezifische Ertrag verringert. Eine Standort angepasste Unterlagenwahl ist daher für gleichmäßig hohe Erträge Voraussetzung. Ungarische Traubige ist wenig anfällig für Monilia und Stecklenberger Virus (PNRSV).
Blüte
Zeitpunkt
mittelspät
Fertilität
teilweise selbstfruchtbar, benötigt warmes Blühwetter und einen geschützten Standort
Bestäubersorten
Morellenfeuer, Kantorjanosi 3, Lövöpetri (S), Schattenmorelle
Frucht
Reifezeit
6.-7. Kirschwoche, langes Erntefenster, 3-5 Tage vor 'Schattenmorelle'
Größe, Form
22-25 mm, 5-7 g, breitrund, mittel bis langer Stiel mit vielen Blättchen
Farbe
mittel- bis dunkelrot
Fruchtfleisch
dunkelrot, mittelfest bis fest, Festigkeitsindex 38-42, saftig, färbend
Geschmack
aromatisch, wohlschmeckend, süß-säuerlich, Säuregehalt relativ gering
Platzempfindlichkeit
gering
Stiellöslichkeit
gut, trocken lösend
Lagerung
gut
Baum
Wuchs
mittelstark bis stark, sparrig, aufrecht, gut verzweigend, nicht verkahlend, tief dunkelgrünes, glänzendes Laub
Ertrag
gut, fruchtet am ein- und mehrjährigen Holz, bester Behang am hängenden Holz
Herkunft
Züchter, Ort
Zufallssämling aus der Forschungsstation Újfehértó, Ungarn, 1961
Typen, Selektionen
Selektion Kindelbrück (regelmäßiger im Ertrag)
Synonyme
Újfehértoi fürtös
Schutzrechte
freie Sorte