Fellenberg
Zwetschge, Prunus domestica
Die spätreifende Fellenberg hat hervorragende innere und äußere Fruchtqualitäten. Durch ihr außergewöhnliches Aroma eignet sie sich besonders für die Direktvermarktung. Ertraglich befriedigt sie allerdings nur an kühleren Standorten mit guter Wasserversorgung. Aufgrund der hohen Sensibilität gegenüber dem Scharkavirus ist eine Anbauempfehlung nur außerhalb von Befallslagen möglich.
Blüte
Zeitpunkt
mittelspät
Fertilität
teilweise selbstfertil, sehr empfindlich gegenüber kühlem und regnerischem Blühwetter
Befruchter
Topfive (S), Felsina, Auerbacher, Cacaks Fruchtbare, Topper (S), Top (S), TOPTASTE ® Kulinaria (S), Hauszwetschgen-Typen
Frucht
Reifezeit
mittelspät, 8.-9. Zwetschgenwoche
Größe, Form
mittelgroß, 33-36 mm, 28-35 g, oval bis eiförmig
Farbe
dunkelblaue Schale mit starker violettblauer Beduftung
Fruchtfleisch
grüngelb bis gelb, vollreif goldgelb, fest, saftig
Geschmack
sehr gut, aromatisch-würziges Aroma mit hohem Zuckergehalt
Platzempfindlichkeit
mittel bis hoch, nach hohen Niederschlägen bilden sich auf der Fruchthaut feine Risse
Steinlöslichkeit
gut
Scharka
hoch sensibel
Lagerung
gut, transportfähig
Baum
Wuchs
mittelstark, breitaufrecht mit langem und hängendem Fruchtholz
Ertrag
mittel bis hoch, unterliegt starken Schwankungen, langes Fruchtholz beim Schnitt schonen, bei Trockenperioden im Sommer ist ein starker Fruchtfall möglich
Herkunft
Züchter, Ort
soll um 1800 in der Lombardei (Italien) entstanden sein, von Herrn P. E. von Fellenberg nach Deutschland eingeführt
Eltern, Abstammung
Zufallssämling
Typen, Selektionen
aus Norddeutschland: Typ 'Köpke', Typ 'Hauschild'
aus Italien: Typ 'Richards Early' (ca. 1 Woche früher reifend)
Synonyme
Italienische Zwetschge, Doppelte Zwetschge
Schutzrechte
freie Sorte